Donnerstag, 10. Oktober 2013

Die Jagdtrophäen von Wladimir Putin – Teil 4: Schnullerschwänze


Wladimir Putin hörte das Rauschen des Flusses, aber er konnte nichts sehen. Der Bär trieb auf die Stromschnellen zu. Der Gestank der Gedärme machte Wladimir Wladimirowitsch Putin bewusst, dass er im Inneren des Bären steckte. Rita musste ihn hineingestopft und dann die Bauchdecke des Bären zugenäht haben. Putin schrie und übergab sich. So hatte er sich seinen Tod nicht vorgestellt. Er hatte sich seinen Tod überhaupt nie vorgestellt. Владимир Владимирович Путин wollte nicht sterben. Er musste einfach ewig sein. Das Fettgewebe fing die Stöße der Stromschnellen ab, zwischen denen sein Bären-U-Boot hin und hergeschleudert wurde. Wladimir versuchte, bei Bewusstsein zu bleiben. Das Tosen verhieß nichts Gutes. Ein Wasserfall. Die Haut des Bären würde beim Aufprall zerplatzen und dann – war er entweder frei oder das Unvorstellbare würde eintreten. Wer war diese Frau? Rita. Ihr hatte er seine chronische Analfissur zu verdanken. Regelmäßig musste das vernarbende Gewebe operativ entfernt werden. Bei jedem Schnitt dachte Waldimir Waldimirowitsch an Rita. Sie war die letzte, die er mit einem Umschnalldildo an sich herangelassen hatte. Er wollte dieses Gefühl einfach nicht vergessen, auch wenn er die Frau vergessen hatte, Rita. Und nun war sie wieder da, hatte ihn in vor einem Bären beschützt und dann .... wo waren seine Jungs gewesen? Putin bemühte sich, nicht an dem Gemisch von Kotze und Innereien zu ersticken, bevor er den Wasserfall hinunterstürzte. Er wimmerte, dachte an dicke, fette, unberührte Schwänze. Die benutzte er gern als Schnuller, wenn er nicht mehr weiter wusste. Dimitri Borodin hatte sie ihm besorgt. Sie durften allerdings nie älter als vierzehn sein. Putin verlieh Dimitri Borodin den diplomatischen Status, sorgte also für seine Immunität und schickte Borodin dann vornehmlich durch Europa auf Rekrutierungsreise. Der Bär stürzte mit Putin in die Tiefe und in Wladimir Waldimirowitsch hallte das höhnische Gelächter nach, das sein Blumenimportverbot verursacht hatte. Was war nur aus ihm geworden? Adrenalin kochte auf. Borodin spielte mit 5-Jährigen, die Holländer verletzten seine Immunität. Das hatte er nicht ignorieren können. Wladimir Putin schrie auf. Es durften keine Blumen mehr aus Holland importiert werden. War ihm wirklich nichts anderes dazu eingefallen? Blumen? Der Bär traf auf; die Bauchdecke zersprengte. Waldimir Wladimirowitsch wurde aus dem Leichnam herausgeschleudert. Immer noch angetrieben vom Adrenalin, das er den Gedanken an den Genossen Borodin verdankte, köpperte Putin unter dem Wasserfall ins Auffangbecken, tat ein paar Züge unter Wasser, tauchte auf und zog sich völlig erschöpft ans Ufer. „Ich bin in Sicherheit.“, dachte er. Duke konnte es in seinem Gesicht lesen. Soll er sich in Sicherheit wiegen, dachte Duke. Verbissen versuchte Rita, Dukes Verband zu wechseln, während Владимир Владимирович Путин sich zu vergewissern suchte, ob seine Eier noch vorhanden waren. Er verlangte nach seinen Leibwächtern, doch niemand ließ sich blicken. Wenigstens seine Eier waren noch da, auch wenn Wladimir Wladimirowitsch keine Ahnung hatte, was er, ganz auf sich allein gestellt, mit ihnen anfangen sollte. (Fortsetzung folgt)