Samstag, 18. Februar 2012

Christian Wulff und die Schwuchtel-Mafia vom Tempelhof

Christian Wulff und seine Frau wurden schwer verletzt. Die Sanitäter kommen zu spät. Überall säufst du umsonst, wenn du Film bist in Berlin, nur nicht bei den Schwuchteln. Die Schwuchteln ziehen dich ab. Du musst saufen, weil Schwuchteln ohne Alkohol nicht zu ertragen sind, was die Schwuchteln hinter den Tresen natürlich wissen. Deshalb ziehen sie dich ab. Flughafen Tempelhof. Christian ist nicht da. Er ist verletzt. Und Frauchen auch. Von hier aus fliegst du nirgends mehr hin. Eine Woche lang waren alle herzlich zu mir. Dann kamen die Schwuchteln mit ihrem Versprechen, die coolste Party der Festspiele zu veranstalten. Weil sie so cool sind in ihrer Abflughalle, fliegen ihre Fressen hinter den Theken vor dir in den Himmel. Von da oben rotzen sie dir ins Gesicht, weil sie so cool sind. Für ihre Rotze lassen sie dich blechen, und Christian ist nicht da und Bettina auch nicht, und irgendwie muss ich mich trösten, weil der Anblick ihrer Wunden und die Tatsache, dass ich als Schwuchtel inmitten dieser ganzen Scheiße rumirre, inmitten dieser ganzen Schwuchteln, die alles auf den Kopf stellen, was dich eine Woche lang beglückt hat, die keine Ahnung haben, dass das unser Präsident war, der hier für nichts bezahlen kann, weil unser Präsident kein Präsident mehr ist, sondern schwer verletzt und auf der Flucht und keine Ahnung, wo der jetzt hin ist, weil ich die Blutspur nicht finde. Weil da nur die Schleimspur der Rotzfressen ist, und Bettina, die alles dafür gegeben hätte, mit uns Schwuchteln rumszuspielen, umsonst natürlich, aber stattdessen schwer verletzt die Wunden leckt, und da landest du ja immer wieder: bei der Verletzung. Den Wunden. Den Schwuchteln. Der Abzocke. UND NATÜRLICH STEHE ICH DA VOLLKOMMEN DRÜBER!!!! Der Typ ist Schauspieler und heißt Michael, und irgendwie ist er scharf auf eine Rolle, egal in welchem Film, Hauptsache Film, und da denkt man natürlich an Bettina und Christian, die wollten ja auch in den Film, egal wie, und natürlich bin ich nicht Groenewold und Michael ist nicht Christian, aber Michael spielt Ohnesorg-Theater und träumt vom Notruf Hafenkante. Das ist durchaus vorstellbar, dass unser Präsident genau da landet. Alles wächst zusammen, und ich bilde mir ein, Michael ist zu allem bereit, weil ich der Regisseur bin und er die Rolle, die er will, also schleppe ich ihn aufs Rollfeld zu den Schwuchteln, genauso wie der Groenewold den Wulff, oder der Wulff den Groenewold – wo haben die sich eigentlich gegenseitig hingeschleppt? Wie soll ich die Scheiße hier beseitigen, wenn überall Verletzte im Weg rumliegen? Ficki Ficki. Also wie geht jetzt Ficki Ficki mit Michael oder Christian oder Bettina, wenn du einfach nicht genug auf Tasche hast, wenn du einfach nicht besoffen wirst, egal wie viel die Schwuchteln dir aus der Tasche ziehen und dir dabei in die Fresse rotzen, weil sie die Coolsten der Stadt sind, so wie der Präsident. Der rotzt uns allen seit Wochen in die Fresse, und jetzt ist er schwer verletzt und kein Mensch weiß, wie er seine Wunden heilen soll, weil sich kein Schwanz für eine Schwuchtel interessiert, die rumheult. Die kein Präsident mehr ist. Ein Stahlgewitter vergisst man nicht in einem Jahr, das vergesse ich in fünf Minuten. Fünf Minuten nachdem du abgetreten bist, bist du vergessen, Arschloch. Fünf Minuten nachdem du weg bist, Michael, habe ich dich schon vergessen, Christian. Was bleibt sind Stahlgewitter und Adolf, mein Oberhaupt und Tröster. Sauerland bleibt unverletzt. Wo ist der jetzt? Wo bin ich hier? Das ist die Ambulanz, und auf der Bahre neben mir liegen Christian und Bettina und Adolf, und natürlich stehe ich da vollkommen drüber!

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