Dienstag, 24. Januar 2012

Der Russe kommt von hinten II

Pavel fragt, warum ich mich nicht tätowieren lasse. Ich würde mir seinen Namen ja sonst wohin tätowieren, wenn sich dieser Profi-Arsch mal zu irgendwas bekennen würde. Sein nackter Landsmann, der mit dem Gewehr auf dem Rücken am Showdown-Tag durch Berlin gelaufen ist, wurde mittlerweile wegen Geringfügigkeit des öffentlichen Ärgernisses wieder auf freien Fuß gesetzt. Seine Waffe haben sie einbehalten, obwohl man mit der bestenfalls Pekinesen hätte töten können. Pavel fragt, warum ich nicht in seine Nähe ziehe. Schließlich sei ich ja ungebunden. Fick dich, Pavel. Ich konkurriere nicht mit Spielerfrauen. Und Spielerfrau werde ich auch nicht. Wenn du mitleiderregend bist, heißt das noch lange nicht, dass das ausreicht, um von irgendjemandem sympathisch gefunden zu werden. Wer hat denn mit wem Mitleid, Pavel? Er ist jedes Mal enttäuscht, wenn wir uns sehen. Weil wir uns nur kurz und zudem ausgesprochen selten sehen. Weil er ja Profi-Fußballer ist, und ich nicht seine Spielerfrau bin. Im Sommer wird er Deutschland ohnehin verlassen und ganz sicher nicht zurück nach Kaliningrad gehen. Das ist das Problem. Meine Zukunft liegt in Kaliningrad. (Fortsetzung folgt)

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