Montag, 13. Dezember 2010

Beckmann Live: Heinz Buschkowsky spendet Samen für Kristina Schröder


Der Typ trägt Schal und sagt zu seiner Praktikantin: „New York ist nicht Hollywood.“ Sie nickt. Er will sie los werden, also sagt er: „Ich hab’s mit Leuten zu tun, ich will mal nicht sagen: populär; ich sag mal: Bekanntheitsgrad, kapiert? Die sind bekannt, und das wirst du nie werden.“ Sie ist sich nicht im Klaren, ob man einer Praktikantin kündigen darf. Er sagt: „Schätzchen, wenn mich einer fragt – ich habe dich nie gesehen. Dich hat überhaupt nie irgendjemand irgendwo gesehen. Und daran wird sich auch nichts ändern.“ Sie würde jetzt wirklich gerne gehen, aber er hat noch einen Zeigefinger in ihrem Arsch, und allmählich bereut sie, dass sie es so weit hat kommen lassen. Schließlich beißt sie dem Typ von der Degeto das linke Ohr ab, was es ihr ermöglicht, endlich von ihm los zu kommen. Sollte die Degeto zusehen, wo sie in Zukunft parkte; sie hatte vorgesorgt. Das wusste der Degeto-Typ nicht, dass sie auch für Beckmann arbeitete. Zwar auch nur als Praktikantin, aber in seiner Redaktion hatte sie sich längst unentbehrlich gemacht. Der Degeto-Trip war als zweites Standbein gedacht gewesen, eine Fehlinvestition, aber ihr wahrer Stern sollte heute Abend aufgehen. Sie hatte es fertig gebracht, eine ihrer Freundinnen bei Beckmann einzuschleusen: Kristina Schröder. Die war Ministerin für Frauen und Familie, und sie kannten sich schon ewig. Dank Kristina hatte sie auch das Degeto-Praktikum bekommen, weil Kristina diesen Mann mit Schal – aber darüber wollte sie jetzt lieber nicht nachdenken. Heute Abend würde Kristina auf den Heinz Buschkowsky treffen. Das war einer, der wusste aus der Praxis, dass es schwierig war mit Fremden, die Deutsche mobben. Kristina hatte schon immer auf den Heinz gesetzt. Heute würde sie ihn im Fernsehen persönlich treffen, um mit ihm gemeinsam das mit den Deutschen und den Nicht-Deutschen und dem Beckmann endgültig zu klären. Mit dem Beckmann hatte die Schröder nämlich nichts anfangen wollen. Dafür hatte sie ihn einmal auf der Sender-Toilette, weil sie ja Praktikantin war, aber nur kurz und nur, um ihm den Buschkowsky aufzuschwatzen, und dafür wollte der Heinz dann mit der Kristina erklären, warum Türken einfach woanders sind, solange sie in Neukölln wohnen. Die Araber fand der Buschkowsky noch unartiger, weil die einfach parallel waren, aber nicht zu ihm. Die Schröder hatte das Problem, dass sie die irgendwie mochte, die Araber, wegen den Genen. Darüber hatte sie oft mit ihrer Praktikantinnen-Freundin gesprochen, dass für eine Befruchtung nur arabischer Samen in Frage kam, weil die einfach vom genetischen Material her noch nicht so degeneriert waren, wie ihre Gastgeber. Nur konnte die Schröder sich schlecht mit einem verheiraten, oder einfach zum Vögeln nach Saudi-Arabien reisen, weil da ja schon Kraft seines Amtes der Guido hinfuhr. Mit dem Buschkowsky war ehe- oder genmäßig erst recht nichts anzufangen, dann schon eher mit dem Beckmann, aber der trieb es ja mit Praktikantinnen auf der Toilette. Heute Abend in der Sendung, da war sie sich ganz sicher, würde sie alle drei hochgehen lassen. Weil die Kristina in Wirklichkeit schon lange nicht mehr ihre Freundin war, sonst hätte sie sie ja wohl kaum an diesen Degeto-Perversling vermittelt. Diese ganze Aufenthaltsbestimmung war der Schröder und dem Buschkowsky einfach über den Kopf gewachsen, und das sollte der Beckmann mal schön ausbaden heute Abend. Es waren nur noch wenige Stunden bis zur Sendung, der Beckmann musste schon wieder aufs Klo, wo sich Kristina gerade die Pickel ausdrückte, und der Buschkowsky hatte Magen-Darm-Grippe, wollte aber trozdem auftreten. Egal, was da heute Abend zwischen den Dreien hochging, mit den Medien war sie fertig. Die Praktikantin in ihr war soeben gestorben und das würde sie jetzt ordentlich begießen.

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