Sonntag, 5. Dezember 2010

Alles für die Bürgerinnen und Bürger


Auf YouTube wurde der Film bereits indiziert. Man konnte zusehen, wie Guido sich von einem Maulwurf ficken ließ. Natürlich ist das schwierig für einen Maulwurf, in einen Guido reinzuficken, also muss man zugestehen, dass es eher so war, dass Guido sich mit dem Maulwurf fickte. Der Maulwurf war Guidos Dildo und mit dem hantierte Guido, so sagt man hinter vorgehaltener Hand, ausgesprochen agressiv. Es steht zu befürchten, dass der Maulwurf es nicht überlebt hat. Andererseits vermehren Maulwürfe sich wie die Karnickel, also hat Guido stets Ersatz parat. Man kann nur hoffen, dass er nicht auf Karnickel umsteigt, denn von denen, die es wie die Karnickel treiben, spricht man überall auch offiziell. Als Kind hat Guido versucht, Hamster in Zahnpastatuben zu quetschen. In der Schule hatte Guido einen Freund, der hieß Thomas, der hat Guido mal mit Zunge geküsst, als Thomas Eltern nicht zu Hause waren. Thomas war eigentlich mit Beate zusammen, aber die war gegangen, als Thomas die Flasche Wodka aufgemacht hatte. Die hat er dann mit Guido und Andy getrunken, und dann hat Thomas Guido mit Zunge geküsst, ohne dass Andy sich daran gestört hätte. Sie wurden von Thomas’ Bruder unterbrochen, der es unmöglich fand, dass sein kleiner Bruder die Abwesenheit der Eltern nutzte, um eine Orgie zu feiern. Thomas’ Bruder war Berufssoldat, und es war klar, dass Thomas das auch werden musste, weil ihr Vater auch Berufssoldat war. Thomas schlug vor, zurück in den Partykeller zu gehen, wo er dann sofort einschlief. Guido hätte ihn gern weiter geküsst. Andy meinte, dass er gern mal wissen würde, wie das ist, wenn man den Schwanz gelutscht bekommt. Guido dachte, weil alle besoffen sind, wird ihm später keiner vorwerfen können, er sei andersrum, also fing er an, dem Andy den Schwanz zu lutschen, was dem Andy ganz gut gefiel. Er wusste nichts von Guidos Hamster-Experimenten. Der Andy ist dann ziemlich schnell gekommen, aber als der Guido meinte, jetzt sei er dran, war der Andy anderer Meinung. Er hat dem Guido deutlich klar gemacht, dass er sich um sich selbst kümmern soll, weil er jetzt schlafen will und zwar allein. Der Guido träumte in der Nacht von einem Hamster in einer Zahnpastatube. Ein paar Tage später fand Thomas’ Mutter bei Thomas in der Schreibtischschublade eine Creme, die aufgetragen auf einen Schwanz angeblich die Potenz steigern sollte. Sie stellte Thomas deswegen zur Rede, und Thomas’ meinte, die gehöre dem Guido. Das erklärte zwar nicht, wie sie in Thomas’ Schreibtischschublade gelandet war, aber der Guido war Thomas’ Mutter schon immer suspekt und somit ein Dorn im Auge gewesen. Die Potenz-Creme lieferte ihr den endgültigen Beweis dafür, dass der Guido schwul war und sich von ihrem Thomas fernzuhalten hatte. Später dann wurde der Thomas tatsächlich Berufssoldat, Abteilung Einzelkämpfer. Guido hatte einen anderen Weg eingeschlagen, auf dem er es vor allem mit Bürgerinnen und Bürgern zu tun bekam. Und dann eben auch mit Maulwürfen, weil die Vergangeheit einen immer irgendwann einholt. Deshalb wusste Thomas jetzt auch, wo er Guido finden konnte. Und er wusste, was er dann zu tun hatte. 

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